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Presse

Wall Street Journal: "One Fish, Two Fish: Counting Your Omega-3s"

If you're wondering if you're getting enough Omega-3 in your diet, a blood test can help you decide if you need to eat more fish. The Omega-3 index blood test measures the good fats in your red-blood cells, and grades you on your related risk of heart disease. Some doctors say the test is a useful motivator, while others say most people need to focus first on basics such as losing weight and eating vegetables...


LA-Times: Gene Smart health test rates omega-3 fatty acid levels

The acids, naturally found in fish, have been shown to help promote healthy heart rhythms, lower blood pressure and prevent blood clots...


Stellungnahme zu OMEGA

In der Laienpresse wurde von OMEGA berichtet, einer deutschen Interventionsstudie, die bei der letzten Tagung des American College of Cardiology vorgestellt worden war. OMEGA testete den Effekt von 1g / Tag omega-3 Fettsäuren bei Patienten kurz nach Herzinfarkt. Weil das Studienergebnis neutral war, ist der allgemeine Tenor der Berichterstattung, dass omega-3 Fettsäuren zusätzlich zur gegenwärtig üblichen Therapie des Myokardinfarktes keinen Nutzen bringen.
Inzwischen habe ich mit den Autoren und zahlreichen Experten die Studie diskutiert, und wir sind zu folgender Einschätzung gekommen:
OMEGA hatte eine sehr ehrgeizige Frage gestellt: "Reduzieren omega-3 Fettsäuren den plötzlichen Herztod nach Myokardinfarkt". Bei der Studienplanung sind leider wesentliche Fehler unterlaufen. Man hat aufgrund von Registerdaten die Inzidenz des plötzlichen Herztodes mit 3,5% / Jahr angenommen. In der vergleichbaren Vorgängerstudie GISSI-P war die Inzidenz des plötzlichen Herztodes 1,4% im ersten Jahr in der Kontrollgruppe, was praktisch identisch zu der in OMEGA beobachteten Inzidenz ist (1,5% im ersten und einzigen Jahr). Dann hat man aufgrund von GISSI-P eine Reduktion von 45% des plötzlichen Herztodes für OMEGA angenommen. Man hat leider darauf verzichtet, OMEGA so auszulegen, dass sich Irrtümer bei der Fallzahlschätzung nicht auswirken (Stichwort: "event driven trial").
Aufgrund der misslungenen Fallzahlschätzung wurde in OMEGA weniger als ein Zehntel der Patientenjahre beobachtet als in GISSI-P. Deshalb beträgt die tatsächliche Power von OMEGA nur 44% - was in der Aussagekraft dem Werfen einer Münze entspricht. Die Frage, die OMEGA gestellt hatte, nämlich ob omega-3 Fettsäuren zusätzlich zur aktuellen Postmyokardinfarkttherapie einen Nutzen haben, konnte OMEGA daher nicht beantworten.
Kurz: OMEGA war zu klein.
Hätte man in OMEGA nur Patienten mit einem niedrigen Omega-3 Index aufgenommen, so hätte die Studiengröße möglicherweise ausgereicht. Für unsere gegenwärtigen Studien rekrutieren wir entsprechend.
Leider wurde "Omega-3 Fettsäuren bringen nichts nach Infarkt" verbreitet. Richtig ist: "OMEGA kann seine Fragestellung nicht beantworten".
Omegametrix GmbH - Prof. Dr. C. von Schacky


Informationsdienst Wissenschaft

Titel: Risiko für plötzlichen Herztod senken - Index zeigt individuellen Gehalt essentieller Fettsäuren an
Autor: Professor Dr. Clemens von Schacky - Ludwig-Maximilians-Universität München
Abstract: Mindestens 100.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr am plötzlichen Herztod. Einer von mehreren bekannten Faktoren, die hier in gewissem Maße präventiv wirken können, ist der regelmäßige Verzehr von Fisch. Dieser Effekt wird auf zwei Omega-3-Fettsäuren zurückgeführt, die vor allem in fetthaltigen Fischarten vorkommen. Professor Clemens von Schacky, Leiter der Abteilung "Präventive Kardiologie" der Medizinischen Klinik und Poliklinik Innenstadt der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat in Zusammenarbeit mit einem amerikanischen Kollegen den "Omega-3-Index" entwickelt, mit dessen Hilfe der Gehalt eines Menschen an diesen essentiellen Fettsäuren bestimmt werden kann. Wie der Kardiologe vor kurzem in der Fachzeitschrift "Münchner Medizinische Wochenschrift" (MMW) berichtete, könnte der Index auch helfen, das persönliche Risiko für den plötzlichen Herztod zu ermitteln. Bei einem zu niedrigen Index könnten dann, so von Schacky, über die gezielte Einnahme der beiden wichtigen Omega-3-Fettsäuren als vorbeugende Maßnahme höhere Werte erreicht und damit das Risiko für den plötzlichen Herztod gesenkt werden.
Link: http://idw-online.de/pages/de/news230239


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