In Deutschland sterben jedes Jahr ca. 120 000 Personen den plötzlichen Herztod - 22 mal so viel wie bei Verkehrsunfällen. In Amerika, ebenso wie in Deutschland, tritt die größte Anzahl von plötzlichen Todesfällen bei Personen der Allgemeinbevölkerung auf (Abbildung 1, Zipes et al, 2006). Nur eine kleine Anzahl der plötzlichen Herztode tritt bei Patienten auf, die den einschlägigen Studienkriterien genügen, und deshalb als so gefährdet für den plötzlichen Herztod erkannt werden können, dass sie mit einem automatischen Kardioverter / Defibrillator zur Prävention des plötzlichen Herztodes versorgt werden können (Abb. 1, Zipes et al, 2006).
Verschiedenste Risikofaktoren für den plötzlichen Herztod, wie kardiovaskuläre Risikofaktoren, klinische Kriterien, elektrokardiographische Variablen (z.B. intraventrikuläre Leitungsstörung, T-Wellen Alternans), Parameter der autonomen Funktion (z.B. Herzfrequenzvariabilität) und andere wurden vorgeschlagen. Ihre klinische Brauchbarkeit wird von niedriger Sensitivität und/ oder Spezifität und mithin niedrigem prädiktiven Wert soweit eingeschränkt, dass sich bisher kein Parameter zusätzlich zu den Kriterien von MADIT-II etablieren konnte (Huikuri et al, 2001, Zipes et al 2006).